Entstehung

Zwischen 1969 und 1992 wurde das Saarland auf Basis von Minutenfeldrastern flächendeckend kartiert. Nach der ursprünglichen Konzeption war vorgesehen, mindestens an vier jahreszeitlichen Terminen alle saarländischen Rasterfelder genauer abzusuchen. Dies erwies sich für die Anzahl der Mitarbeiter als zu zeitaufwendig. Dennoch begründen sich die Angaben pro Feld auf mindestens zwei Begänge.

Als Ergebnis erschien 1993 das Atlaswerk "Die Gefäßpflanzen des Saarlandes mit Verbreitungskarten".

Das Grundfeld

Das Grundfeld der Rastereinteilung der Kartierung der Gefäßpflanzen des Saarlandes ist das Minutenfeld. Minutenfelder sind Rasterfelder, die von den Längen- und Breitengraden der geographischen Minuten eingeschlossen werden. Ein Minutenfeld entspricht im Saarland annähernd einer rechteckigen Fläche und hat eine Größe von ca. 1,2 x 1,8 km.

Bezugskarte für die Kartierung der Gefäßpflanzen des Saarlandes ist die amtliche Topographische Karte 1 : 25.000 (TK25). Die Entstehung dieses Grundkartenwerkes erfolgte früher durch Meßtischtachymetrie. Davon leitet sich auch im allgemeinen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung "Meßtischblatt" ab. Die Blatteinteilung dieses Kartenwerkes erfolgt durch Linien geographischer Koordinaten in 10 Minuten Länge und 6 Minuten Breite (Gradabteilungskarte). Die Benennung der Blätter erfolgt durch Kombination der jeweils zweiziffrigen Numerierung von Kartenreihen und -spalten, dazu der Name des wichtigsten Ortes. Die geographischen Minuten können auf der Topographischen Karte direkt am Kartenrand mit Hilfe der Minutenfeldleiste abgelesen werden. Die Aufteilung der TK25 in Minutenfelder und deren Bezeichnung ergibt sich aus folgender Abbildung.

     Minutenfeld-Rastereinteilung

 

Mitarbeiter

Den größten Teil der Feldarbeit wurde vom Initiator des Projektes, Herrn Dr. E. Sauer, selbst ausgeführt.