Modellprojekt Lichtwaldfalterarten im Warndt
und im Holzhäuser Wald (Türkismühle):
Ersterfassung und Maßnahmenkonzeption (seit 2004)


Die in diesem Projekt erfassten Schmetterlingsarten sind von der in den letzten Jahrzehnten veränderten Nutzung des Waldes und den veränderten Klimabedingungen stärker betroffen als bisher angenommen. Sie besiedeln meist instabile Sukzessionsstadien von Offenstellen innerhalb großer Waldgebiete, die in Naturwäldern meist durch Katastrophenereignisse entstehen und sind darauf angewiesen, ständig neue besiedelbare Mesohabitate vorzufinden. Durch die kahlschlagfreie Hochwaldwirtschaft in den letzten Jahrzehnten haben die Lichtwaldarten im Innern der Bestände keine Siedlungsmöglichkeiten mehr.

Ziel des Projekts ist folglich die Entwicklung von Maßnahmen, mit denen die Habitatsituation für diese seltenen, gefährdeten und spezifisch eingenischten Tagschmetterlings-Arten optimiert werden kann. Zu den Zielarten gehören u.a.: der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria), der Brombeer-Perlmuttfalter (Brenthis daphne), der Braune Eichenzipfelfalter (Satyrium ilicis), der Adippe-Perlmuttfalter (Argynnis adippe) und der Silberfleck-Perlmuttfalter (Clossiana euphrosyne).

Das Projekt ist zunächst bis 2008 geplant.

Es beginnt im Warndt, in den kommenden Jahren soll das Projekt auf einen zweiten Naturraum eines ausgewählten SaarForst-Revieres ausgedehnt werden. Letztlich soll nach Optimieren der Maßnahmen eine fundierte Handlungsanweisung für den Schmetterlingsschutz im Wald erstellt werden. Auf dieser Grundlage können dann die erarbeiteten Konzepte flächendeckend und kostengünstig angewandt werden.

Bisher hat das Projekt im Rahmen der Erstuntersuchungen schon dazu geführt, dass aufgrund der neuen Erkenntnisse gezielte Maßnahmen ergriffen werden konnten, so dass mit ihrem bisher befürchteten Aussterben nicht mehr unmittelbar zu rechnen ist.

 

 


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